2019

November:

Es ist vollbracht! Uraufführung der Oper "Pontormos Schatten" in Reutlingen und Tübingen (2./3. November 2019). Hier eine Renzension:

 

Tübingen · Uraufführung

Endloses Weiß

Von Achim Stricker

Die Reutlinger Kammeroper begab sich in „Pontormos Schatten“.

Botticelli, Dürer, da Vinci und Michelangelo – die Renaissance war eine Zeit der Universalgelehrten und selbstbewussten Künstlerpersönlichkeiten. Doch nicht jeder war ein geborenes Genie. Originelles wurde massenhaft kopiert und übersteigert, der Renaissancestil artete in den Manierismus aus. Jacopo da Pontormo, da-Vinci-Schüler, von Michelangelo bewundert und einer der bedeutendsten Maler des Florentiner Manierismus, ist die Titelfigur von Volker Blumenthalers Kammeroper „Pontormos Schatten“. Darin zeigt der Komponist das Scheitern eines Künstlers, einen Sturz von der höchsten Höhe der Kunst herab. Zugleich stellt das Werk die Frage nach der Verantwortung von Kunst. Vera C. Koins Libretto verdichtet Passagen aus Pontormos Tagebuch, entstanden um 1555 unter dem Eindruck von Pest und Religionskriegen, Zeugnis künstlerischer Selbstzerfleischungen und hypochondrischer Lebensangst.

Die schöne, ferne Muse

Die Uraufführung des 50-minütigen Werks stemmte die Reutlinger Kammeroper am Samstag in der Freien Georgenschule, eine zweite Aufführung folgte am Sonntag im Sudhaus-Theatersaal. Der Kontakt zu Blumenthaler war 2015 zustandegekommen, als Kammeroper-Leiterin Winni Victor mit ihrem Ensemble einen Teil von Blumenthalers „... war ein eigensinnig Kind“ uraufführte.

Ein ambitioniertes Projekt und eine beeindruckende Umsetzung. Die Sudhaus-Bühne minimalistisch, im Zentrum ein Ateliertisch. Grandios der 1984 in Russland geborene Countertenor Bagdasar Khachikyan (derzeit am Zimmertheater Rottweil) in der sehr fordernden Titelpartie. Ein begabter, höhensicherer Stimmartist mit rhythmischer Präzision und weißglühender Durchschlagskraft. Auch darstellerisch verkörperte er packend diesen Verfallsprozess: von der eigenen Kunst besessen und heimgesucht, verdüstert, verschattet, umnachtet.

Sopranistin Ulrike Härter – im Renaissance-Gewand auf einen quietschgrünen Kunstrasen- Teppich gelagert wie eine Allegorie der Malkunst – verband sich mit Khachikyans Altus-Timbre für einen magischen Moment zu einem reibungsvollen Duett: nach Einheit und Verschmelzung sich sehnend, aber ständig gegeneinander verschoben, wie eine in sich gespaltene Einzelstimme.

Das Instrumental-Quartett (Leitung: Mariam Chatzaki) spürte dem Geschehen in seismographischen Bebungen nach: die Gitarre (Sebastián Montes) mit körperlosen Flageolett- Obertönen oder mit der flachen Hand geschlagenen Saiten, die Blockflöten (Caroline Hausen) mit

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rasselnder Flatterzunge, hart „gespucktem“ Staccato oder aufgesplitteten Multiphonics-Klängen, das Cello (Marie-Louise Wundling) mit surreal rauchigem Sul-Ponticello und gehetzt fragmentierten, expressiv gestikulierenden Figuren, die Percussion (Eunbi Jeong) unheimlich klappernd, mit nervös scharrendem Jazzbesen – ein klingendes Psychogramm.

Das Sänger-Duo verdoppelte Regisseurin Victor schauspielerisch durch David Liske und Svenja Heistermann. Kommentierender Text wurde verteilt gesprochen: Pontormos innere Stimmen? Ansichten von Zeitzeugen oder Nachgeborenen? Die Ideale der Renaissance – Schönheit, Reinheit, Erlösung – schienen in Petrarca-Zitaten auf. Unterdessen verbarrikadierte sich Pontormo in seinem Haus und einem paranoisch immergleichen Tagesablauf. Das (biografisch belegte) Werk, das ihn unsterblich machen sollte, hat das Leben eines Kindes (Matteo Avela) gekostet: golden bemalt, ein ‚lebensechtes Kunstwerk‘, erstickt unter der Beschichtung, vergiftet durch Quecksilber. Auf Pontormos letzten Fresken Figuren mit leeren, aufgerissenen Augen, „endloses Weiß“.

Härter verschwand im Dunkel an der Bühnenwand – die schöne, ferne Muse, eine sich entziehende, unerreichbare Kunst. Atmosphärisch dichte Kammeroper mit einem anspielungsreich philosophischen Text. Achim Stricker

 

 

September:

Neue Anthologien:

Unglaubliche Beobachtungen in der Nachbarschaft (mein Text: Winselnde Wilma und Co.), net-Verlag

Witziges aus dem Schulalltag (mein Text: Von Faultieren und revolutionären Umtrieben), net-Verlag

Alte Märchen - die ganze Wahrheit (mein Text: Was ist mit dem Wolf?), Sperling Verlag

Zwischen Licht und Dunkelheit (mein Text: Der Bücherfresser), Sperling Verlag

Frisörgeschichten (mein Text: AthmospHAIR), net-Verlag

 

Juli:

Brandneu zwei Anthologien des net-Verlags:

Geschichten, die wir schreiben (mein Text: Killing me softly)

Es geschah zu Halloween (mein Text: Heut sind alle Geister wach)

 

Mein Buchprojekt mit zwei dritten Klassen an der Seeackerschule in Fürth hat Kinder und Lehrerinnen glücklich gemacht. Das Buch wird den Titel tragen: "26 Zauberzeichen - Kinder schreiben Geschichten von A bis Z". Texte und Illustrationen befinden sich bereits in den Händen von Carolin Mahlerwein, die in bewährter Professionalität das Lay-out macht.

 

Juni:

Der Folgeband von Geheimsache Elster ist soeben erschienen: Frau Elster in neuer MIssion.

 

Mai:

Macht immer wieder Spaß: Prinzessin Gans an der Grundschule Schönberg.

 

April:

Kinderliteraturfestival "Fürther Lesefrühling"

Das Kinderliteraturfestival "Fürther Lesefrühling" fand vom 1. bis 12. April zum vierzehnten Mal statt, holte namhafte Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren nach Fürth und bot Kindern und Jugendlichen aller Schultypen die Möglichkeit, Geschichten zu hören und die Menschen hinter den Geschichten kennenzulernen. So begeisterte er Kinder und Jugendliche für das literarische Schreiben und Lesen. Max, der Vorleser, die Saxofonisten von Saxalavista und ich bespassten 324 Kinder und Lehrkräfte mit "Arco und das Geheimnis des Klangs" sowie "Vom Haus, das eines Tages fortlaufen wollte.

 

Interessant:

Die Homepage der Reutlinger Kammeroper. Dort in Vorbereitung:  Pontormos Schatten (Volker Blumenthaler/Vera C. Koin)


Februar:

Das Buch "Selmas wundersame Tag- und Nachtgeschichten" ist bei edition zaubernuss erschienen. Illustrationen: Charlotte Grafenstein.

 

2018

Dezember:

Am 8.12. und 12.12. gab es einen ganzseitigen Bericht über unser Buchprojekt in den Nürnberger Nachrichten:

http://www.nordbayern.de/ressorts/szene-extra/grundschuler-aus-furth-schreiben-ein-buch-1.8377839

November:

Frisch aus der Druckerei: "Vom Winzling, der aus dem Papier sprang".

 

Oktober:

Bei den Anthologien hat sich wieder etwas angesammelt:
Franziska im wilden Kurdistan, Anthologie „Genauso ist es passiert“, net-Verlag 2018

Sieh dich nicht um, Anthologie „Fabeltiere“, Sperling Verlag

Aber der Wolf, Anthologie „Es war einmal...“, Sperling Verlag

 

 

September:

Das Buch der Fürther Grundschüler "Vom Winzling, der aus dem Papier sprang" ist layoutet und geht in Druck.

 

Das kreative Gehirn macht Urlaub.

 

August:

Das Manuskript "Frau Elster in neuer Mission" ist fertiggestellt. Charlotte Grafenstein wird es illustrieren.

 

Drei Tage im Berkentienhaus in Lübeck: Bilderausstellung und drei Lesungen rings um das Buch "Vom Haus, das eines Tages fortlaufen wollte".

 

Carolin Mahlerwein bringt die Texte und Illustrationen der Fürther Grundschüler rings um Ben und Hylarion Pipidon in eine künstlerische Form.

 

 

Juli:

Am 14. Juli gab es Elementares Musiktheater vom Feinsten an der Musikakademie "Louis Spohr" in Kassel. Unter der Gesamtleitung von Verena Dotzler führten dort Studierende das Stück "Vom Haus, das eines Tages fortlaufen wollte" auf.

 

Juni:

 Die CD zum Buch "Vom Haus, das eines Tages fortlaufen wollte" mit Liedern und Kompositionen von Studierenden der Musikakademie Louis Spohr in Kassel, initiiert und geleitet von Verena Dotzler, ist fertig.

 

 Die Auftaktveranstaltungen in drei Fürther Grundschulen zum Buchprojekt rings um Ben und Hylarion Pipidon im Rahmen des "Lesefrühlings" haben allen Beteiligten Spaß gemacht. Nun schreiben und illustrieren die Drittklässler. Wir dürfen gespannt sein.

 

 Die Musiktheatralische Performance "Puppet on a string"  im Rahmen des ION LABs ist am 11. Juni erfolgreich über die Bühne gegangen.

 

 

Mai:

Im Piepmatz Verlag erscheint Ende Mai die Anthologie "So schön die Nacht". Zwei Gedichte und eine Kurzgeschichte von mir sind darin aufgenommen.

Im Sperling Verlag ist der Lyrikband "Von Mauern und Grenzen" erschienen. Mein Gedicht heißt "finsternis".

 

April:

Neuerscheinung:

Das Buch Die Kinder von Burg Wolfenstein ist im net-Verlag erhältlich.

 

Musiktheatralische Performance

Das szenische Konzept von "Puppet on a string" nimmt Gestalt an. Bald beginnen die Proben. Spannend!

Ein neues Märchenbuch!

Im Sperling Verlag ist erschienen: Liebesmärchen. Meine Geschichte heißt "Der Garten der steinernen Jünglinge". Sie gehört zu den zehn besten der Anthologie.

 

März:

Der Lesefrühling 2018 in Fürth hat begonnen:

Seitenweise Glück: Fürther Lesefrühling lockt - Fürth - nordbayern.de

 

 In Lübeck tut sich was!

http://eventundmarketing-hinz.de/events/news/buchprojekttage-vom-haus-das-eines-tages-fortlaufen-wollte/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=992ef149bd4ba8c011b1ba7f4457203

 

http://luettbecker.de/buchprojekt-der-luebecker-kaland-schule-vom-haus-das-eines-tages-fortlaufen-wollte

 

Februar:

Geschafft

Die Oper Pontormos Schatten ist vollendet.

 

Kindertheaterstück

Verena Dotzler, Dozentin an der Musikakademie in Kassel, erarbeitet mit ihren Studierenden eine szenische Umsetzung meines Kinderbuches Vom Haus, das eines Tages fortlaufen wollte. Sechs Lieder wurden schon komponiert. Eine Aufführung ist geplant für den 14./15. Juli 2018.

 

Großer Bericht in den Lübecker Nachrichten

http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Erstklaessler-gestalten-ein-Bilderbuch

 

Januar:

 Buchprojekt mit Fürther Grundschulkindern

Drei dritte Klassen aus Fürth entwickeln im Rahmen des Lesefrühlings 2018 auf meine Initiative hin ein eigenes Buch. Die Vorgespräche mit den betreuenden Lehrkräften liefen vielversprechend.

 

Eine neue Geschichte entsteht.

Sie hat noch keinen Titel, aber schon lustige Kapitelüberschriften wie Rosenkohl mit Kartoffelbrei und Die Süßigkeiten-Maschine.

 

Tolle Bilder

Carolin Mahlerwein arbeitet an dem Buch Griesgrämig mampft Gorilla Gustav Gemüse.

Charlotte Grafenstein illustriert das Buch Selmas wundersame Tag- und Nachtgeschichten.

 

Aufregend

Ich entwickele weitere Regieideen zu „Puppet on a String“, Musiktheatralische Performance im Rahmen der ION NÜRNBERG 2018.

 

Es wird

Volker Blumenthaler komponiert am dritten Bild des Opernprojekts Pontormos Schatten. Das Libretto ist von mir.

 

Neuauflage

Das Buch Incantabilis wird mit neuem Cover und anderem Titel (Die Kinder von Burg Wolfenstein) im net-Verlag neu aufgelegt.